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Nachrichten - News 2009
Geschrieben von: KSG-Presse   
Dienstag, den 22. September 2009 um 00:00 Uhr

KSG-Sportler erfolgreich bei erster Taekwondo-Weltmeisterschaft nach Version des Chang Moo Kwan:

Swinos und Lipat erkämpfen WM-Titel



Bottrop-Kirchhellen - Bei den ersten Taekwondo-Weltmeisterschaften nach Version des Chang Moo Kwan sicherten sich die beiden Kämpfer der Kampfsportgemeinschaft Ennepe-Ruhr-Süd den Klassensieg und gewannen in der LKII jeweils den Titel des Weltmeisters innerhalb dieses Verbandes. Lipat bei den Herren -68kg, Swinos bei den Herren -80kg. Dario Wetterling sicherte sich bei den Herren der LKI den zweiten Platz.

Swinos, Lipat und Wetterling bei der Chang Moo Kwan WM
1. Weltmeisterschaft nach Version des Chang Moo Kwan

 

Zahlreiche Teams aus Europa und den USA nahmen die Gelegenheit wahr, sich bei der ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft der „World Chang Moo Kwan“ in Bottrop Kirchhellen zu messen.

Der Vorsitzende Soon Bae Kim eröffnete die VeranstaltungSogar der Vorsitzende Kim Soon Bae scheute die lange Anreise aus Korea nicht, um die Zeremonie persönlich zu eröffnen. Auch zahlreiche Koreanische Großmeister aus ganz Europa waren erschienen, um der Veranstaltung beizuwohnen.
Mit dabei von der Partie auch drei Teilnehmer von der Schwelmer Kampfsportgemeinschaft EN-Süd.
Umso motivierter gingen die KSG-Kämpfer in ihre Kampfpartien, mit erfreulichem Ergebnis.
Nach guten Leistungen gewannen Dan-James Lipat und Christos Swinos ihre Herrenklassen (LKII; -68kg und -80kg) und sicherten sich erstmals den WM-Titel in diesem Verband. Dario Wetterling holte sich den Vize-Titel bei den LKI-Herren -80kg.

Dennoch werden diese scheinbar großen Erfolge wohl keinen bleibenden Eindruck in den Geschichtsbüchern der KSG hinterlassen: „Andere Vereine hätten ein Fass aufgemacht und wären damit sicher groß an die Öffentlichkeit gegangen. Das ist bei uns anders“, so die überraschende Aussage von Joannis Lepidis  „Das Problem ist, dass die Begrifflichkeiten eines Welt- oder Europameisterschaft und die damit verbundenen Titel nicht geschützt sind. So kann praktisch jede Gruppierung oder auch ein Einzelverein eine Deutsche, Europa- oder Weltmeisterschaft ausrichten – oder sie zumindest so betiteln. Dieses Phänomen ist insbesondere in der Kampfsportszene weit verbreitet“, erläutert der KSG-Vorsitzende.
Swinos und Lipat erringen WM-TitelDaher sind solche Veranstaltungen immer mit Vorbehalt zu genießen. Lepidis dazu: „Einen wirklich sportlichen Wert können nur Meisterschaften haben, deren Nationalverbände offiziell anerkannt sind. Auch muss in Deutschland ein nationaler Verband vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannt sein. Beispielsweise ist für Taekwondo in Deutschland ausschließlich nur die Deutsche Taekwondo Union anerkannt. Nicht anerkannte Meisterschaften sollten deshalb eher mit „internationale Freundschaftsvergleiche bzw. Pokalturniere“ betitelt werden. Zumal das sportliche Niveau gelinde gesagt sehr oft noch erheblich ausbaufähig ist.“
Warum das aber nicht so ist, dafür hat Lepidis eine Vermutung: „Wir haben immer wieder festgestellt, dass solche Veranstaltungen oft aus Marketinggründen so betitelt werden. Ein EM- oder WM-Titel klingt immer gut und lässt sich auch gut zur Mitgliederwerbung bzw. zur Rechtfertigung hoher Beiträge und Abgaben einsetzen. Da fragt niemand, ob da auch wirklich die besten der besten vertreten waren, oder lediglich ein Haufen Eigenbrödler.“
Die Schwelmer KSG sieht der Vorsitzende gut aufgestellt: „Unsere Sportler sind in den offiziellen Landes- und Bundesranglisten vertreten, haben in vielen offiziellen europäischen Turnieren hervorragend abgeschnitten und brauchen daher keinen Vergleich zu scheuen - wir sind authentisch“, so die klare Aussage des KSG-Vorstandes.